Für den Ernstfall vorbereitet: Großefehns Feuerwehren üben Atemschutzeinsatz

Atemschutzübung-Briefing
Altes Schützenhaus in Strackholt stand den Feuerwehrmitgliedern in den letzten Wochen für umfangreiche Übungsszenarien zur Verfügung.

Die Brandbekämpfung und Rettung unter Atemschutz ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Feuerwehr. Es gibt zahlreiche Gefahren im Einsatz, die auf die Retter einwirken können. Die Feuerwehren in Großefehn übten aus diesem Grunde in den letzten Wochen das sichere Vorgehen im Innenangriff. Schauplatz dafür ist das alte Schützenhaus im Ortsteil Strackholt. „Hier finden wir ideale Bedingungen für eine umfangreiche und praxisnahe Übung vor“, so Gerhard Osterbuhr. Er organisiert zusammen mit seinen Kameraden des Atemschutznotfalltrupps die vier Übungsabende. „In diesem Jahr haben insgesamt 28 Trupps aus den neun Ortswehren an den vier Übungsabenden teilgenommen“, so Osterbuhr.

Eingangs wird den Kameraden der richtige Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung ins Gedächtnis gerufen, unabdingbar für das sichere Vorgehen im Innenangriff.
Nach der Kurzeinweisung muss mit der richtigen Türöffnungstechnik ein Zugang zum Übungsraum geschaffen werden. Der Übungsraum selbst ist als Hindernisparcours aufgebaut. Es ist heiß, dunkel und der Raum ist mit einem Übungsnebel dicht verraucht. Alte Reifen, Stahlmatten, Wippen und Seile hindern die Trupps am Fortkommen. „Wir wollen, das Stress aufkommt, genauso wie im echten Einsatz“, erklärt Osterbuhr. Gerade für die jungen Atemschutzgeräteträger eine wichtige Erfahrung, davon ist er überzeugt. Damit auch der Kopf gefordert wird, müssen während der Übung Fragen über Funk beantwortet werden und am Ende der Strecke ein Gasschieber unter Zeitdruck zusammengebaut werden.

In einer zweiten Übung steht die Menschenrettung auf dem Programm. Eine Puppe muss gesucht werden und dann durch eine enge Öffnung hindurch nach draußen getragen werden. Der Schlüssel dafür musste vorab unter Nullsicht ertastet und gefunden werden.
Klaas Frieden, mit über 50 Jahren immer noch aktiver Atemschutzgeräteträger findet die Übung sehr gut. „Realitätsnahe und fordernd zugleich“, wie er betont. Besonders gefällt ihm die Zusammenarbeit mit den jungen Kameraden. „So kann man seine Erfahrungen an die nächste Generation weitergeben“, erklärt Frieden.

Übung ist eine wichtige praxisnahe Ergänzung

Auch Gemeindebrandmeister Andreas Steenblock ist begeistert. „Neben dem jährlich geforderten Leistungsnachweis in der Atemschutzstrecke der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Georgsheil ist die Übung eine wichtige praxisnahe Ergänzung“, so Steenblock. Er freut sich über das freiwillige Engagement der Feuerwehrmänner und -frauen.

In die Übung eingebunden sind auch die Besatzung des Einsatzleitwagens aus Akelsbarg-Felde-Wrisse und das Team der Atemschutzüberwachung aus West-/Mittegroßefehn & Ulbargen. „Es soll eben alles so ablaufen wie im Einsatz, denn dort kommt es auf schnelles und professionelles Handeln an“, meint Gerhard Osterbuhr. Er hofft deshalb, dass das Gebäude auch in den nächsten Jahren für weitere Übungen genutzt werden kann.

Text: Mario Rolfs, Pressesprecher Feuerwehr Großefehn
Bilder: Rainer Osterbuhr, Feuerwehr Strackholt

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