Buchstäblich auf den letzten Drücker wurden am Sonntag schwelende Rundballen aus einer Scheune im Großefehntjer Ortsteil Wrisse ausgefahren. Durch eine sogenannte Heuselbstentzündung drohten diese in Brand zu geraten.

Kurz zuvor hatte der Landwirt einen in der Nachbarschaft wohnenden Feuerwehrmann um Rat gefragt. Da die gesamte Scheune bereits unter Rauch stand und sich Kälber im Stall befanden, war schnell klar: die in der Scheune lagernden Rundballen müssen raus.

Nach der Alarmierung der Leitstelle Ostfriesland waren nach wenigen Minuten die Feuerwehren aus Akelsbarg-Felde-Wrisse, Holtrop und Strackholt vor Ort. Zwei Trupp unter Atemschutz lokalisierten zuerst den schwelenden Brandherd und stellten den Brandschutz mit zwei C-Rohren im Gebäude sicher. Im Außenbereich wurden parallel dazu zwei weitere Atemschutztrupps und Strahlrohre in Stellung gebracht. Mehrere hundert Meter Schlauchleitung wurden zur Wasserversorgung der Einsatzstelle verlegt.

Der Landwirt organisierte währenddessen das Ausstallen der Kälber, diese waren in der Scheune neben dem Heulager untergebracht. Die Feuerwehr unterstütze dabei und sorgte dafür, dass die Kälber nicht ausreißen konnten. Des Weiteren wurden zwei Radlader zum Ausbringen der überhitzen Rundballen zur Einsatzstelle verbracht, so dass schnellstmöglich mit dem Ausfahren der Ballen begonnen werden konnte.

Brennende Ballen wurden im Außenbereich abgelöscht und auf ein nahegelegenes Feld gefahren. Dort wurden sie von der Feuerwehr in Empfang genommen, ausgerollt und endgültig abgelöscht.

Nachdem mehr als sechzig Rundballen ausgefahren wurden, wurde eine weitere Messung der noch verbliebenen Rundballen vorgenommen. Die Hoffnung, dass diese in der Scheune verbleiben konnten, war schnell dahin. Auch diese wiesen eine Temperatur von weit über 60°C auf und mussten somit auch ausgefahren werden.

Die Feuerwehr wurde während der Arbeiten hervorragend vom Landwirt unterstützt. Des weiteren freuten sich die Einsatzkräfte über kalte und warme Getränke an der Einsatzstelle, dafür sorgten die Nachbarn und Familie.

Da während des Einsatzes der Moorlager Weg voll gesperrt werden musste, war auch eine Streifenwagenbesatzung der Polizei vor Ort.

Die Bilanz des sonntäglichen Einsatzes: der Landwirt und über 50 Einsatzkräfte sorgten dafür, dass schlimmeres verhindert wurde. Kein Tier kam zu Schaden und auch die Scheune blieb unbeschädigt.

Datum: 09.10.2016
Uhrzeit: 10:38
Ort:Wrisse
Alarmart: F_mittel; Rauchentwicklung mit offenen Flammen
Fahrzeuge/Wehren: Akelsbarg-Felde-Wrisse (LF8, ELW 1), Holtrop (TLF 16-25, LF 8, MTW), Strackholt (LF 8-6)
Eingesetzte Mittel: 5 C-Rohre
Kräfte: ca. 50

Copyright: Mario Rolfs.
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